Manfred Gnädinger, einem deutschen Aussteiger, welcher seit 1962 in dem kleinen Dorf Camelle an der galicischen Küste lebte, wurde heute in der Gemeinde Camariñas die "Stiftung Man" gewidmet.
Die Vorgeschichte zu dieser Stiftung und zur Person Manfred Gnädinger (1936 - 28.12.2002; von den Einheimischen genannt "O Alemán" oder kurz "Man") ist überaus skurril. Laut eines Eintrags in Wikipedia ist "Man" nach eigener Aussage verrückt geworden, nachdem ihn die Lehrerin seines Ortes, in welche er verliebt war, zurückgewiesen hatte. Danach entdeckte er seinen Hang zur Ökologie, wanderte aus und lebte seit 1962 über 40 Jahre im Hafen von Camelle - als Vegetarier und nur bekleidet mit einem Leinenschurz.
In dieser Zeit lebte er von seinem kleinen Garten und seinem "Open-Air-Museum", welches Touristen für einen Euro Eintritt besichtigen konnten. Mit der Zeit schuf "Man" hier sein eigenes kleines Ökosystem direkt an der Küste - gleich einem Kleckerburg-Imperium - übersäht mit Steinsklupturen, Schwemmholz-Plastiken und anderen Artefakten.
Einen tragischen Höhepunkt erreicht die Geschichte von "Man" im Dezember 2002, als sich mit dem Untergang des Tankers "Prestige" vor der galicischem Küste ein Schwall von Schweröl (chapapote) über sein kleines Refugium ergoss. In Folge dieses Ereignisses, welches schockartig über ihn hereinbrach, starb Manfred Gnädiger am 28. Dezember 2002. Einheimische sagen: an gebrochenem Herzen.





